Die Neugeburt des kosmischen, solunaren, opti-mystischen Kindes
Der Werkzyklus von Florencio Solunao versteht seine Assemblagen als offene Schwellenräume zwischen Materie und Geist. In der Verbindung von Fragmenten, Fundstück, Farbe, Zeichen und Licht entsteht ein kosmisches Gefüge, das nicht allein betrachtet, sondern innerlich erfahren werden möchte.
Die Werke wirken wie Spiegel einer verborgenen Bewegung: Sie führen den Blick nach außen
und zugleich zurück in das eigene Innere. In dieser kontemplativen Rückwirkung auf den Betrachter kann sich ein geistig-seelischer Bewusstseinsprozess öffnen – ein Moment des Innehaltens,
der Verinnerlichung und der stillen Erkenntnis.
In Anlehnung an den Beginn des Wassermannzeitalters verweist der Zyklus auf eine mögliche Neugeburt des Bewusstseins: auf Vergeistigung und Verinnerlichung, auf die Überwindung von Trennung und auf die Kräfte von Liebe, Frieden und innerer Freiheit.
So wird das „kosmische, solunare, opti-mystische Kind“ zum Sinnbild einer in
uns erwachenden Möglichkeit – einer neuen, lichtvollen Wahrnehmung des Seins.
ALTAR::ART
Altar Art bezeichnet den künstlerischen Prozess, mit dem Florencio Solunao intuitiv verborgene Bewusstseinsstrukturen sichtbar werden lässt – archaisch-materiell ebenso wie spirituell-universell.
In säkularen Gegenständen beginnen durch die behutsame Einbindung sakraler Symbolik und ornamentaler Formen neue Bedeutungsebenen aufzuscheinen. Das Alltägliche wird dabei zum Träger des Anderen, das Gegenständliche zur Schwelle ins Geistige.
Harmonie und Symmetrie verdichten sich zu plastischen Ordnungen, in denen sich das Schöne und Wahrhaftige nicht allein als ästhetische Erscheinung, sondern als poetische und ethische Erfahrung offenbart.
So verwandelt sich das Kunstwerk in einen stillen Ort der Sammlung: in einen Altar des Bewusstseins, an dem Materie, Wahrnehmung und Geist miteinander in Resonanz treten.


